Die Immobiliennews in Kürze - Anfang Januar 2021

Jinny Verdonck

4. Januar 2021

Anstieg bei den Wohnpreisen setzt sich laut Destatis fort

Immobilienverkäufer durften sich im dritten Quartal 2020 freuen, denn verglichen mit dem Vorjahresquartal sind die Wohnimmobilienpreise durchschnittlich um 7,8 % angestiegen. Dieser Anstieg beruht auf Zahlen, die das Statistische Bundesamt (Destatis) bekannt gab.

Auch im Vergleich zum zweiten Quartal 2020 gab es einen Preisanstieg. Sowohl bei Wohnungen als auch bei Ein- und Zweifamilienhäusern wurde ein Plus von 2,9 % verzeichnet.


Steuererleichterung für günstige Vermieter

Ab dem Veranlagungszeitraum 2021 können günstige Vermieter eine Steuererleichterung genießen. Wer Wohnungen vermietet, deren Miete unter der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt, ist durch die Neuregelung in der Lage, mehr Investitionen von der Steuer abzusetzen als bislang möglich war.

Bisher musste die Miete mindestens 66 % der ortsüblichen Vergleichsmiete betragen, damit Ausgaben für solche Wohneinheiten vollständig als Werbungskosten geltend gemacht werden können. Nun ist dies bereits ab 50 % möglich. Die Neuregelung gehört zum Jahressteuergesetz 2020, für das der Bundestag noch kurz vor Weihnachten 2020 seine endgültige Zustimmung gab.


Zahl der Smart-Home-Anwender nimmt hierzulande ab

Verglichen mit dem Jahr zuvor gibt es mittlerweile weniger Smart-Home-Nutzer in Deutschland. Währenddessen ist jedoch die Zahl derjenigen gestiegen, die Smart-Home-Anwendungen intensiv nutzen. Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsinstitut Splendid Research in Hamburg nach einer repräsentativen Umfrage.

Während der Anteil der deutschen Smart-Home-Nutzer vor einem Jahr noch bei 46 % lag, waren es ein Jahr später nur noch 40 %. Gleichzeitig hat sich aber auch die Anzahl derjenigen verkleinert, die ein vernetztes Zuhause kategorisch ablehnen: Im Vorjahr waren es noch 26 % und mittlerweile nur noch 22 %.

Außerdem gibt es inzwischen mehr Menschen, die Smart-Home-Anwendungen besonders intensiv verwenden. So lag der Anteil der Intensivnutzer in 2019 noch bei 12 %, während es im Jahr 2020 bereits 18 % waren. Zudem sorgen sich weniger Deutsche bei der Smart-Home-Nutzung um ihre Privatsphäre: diese Zahl hat sich von 51 % im Vorjahr auf 45 % verringert. Während sich im Vorjahr noch 44 % Sorgen darüber gemacht haben, Opfer eines Hackerangriffs zu werden, sind es inzwischen nur noch 34 %. Die Splendid-Umfrage hat auch ermittelt, welche Smart-Home-Anwendungen am beliebtesten sind. Demnach führt die Kategorie Entertainment und Kommunikation mit 63 %, gefolgt von Energiemanagement mit 55 % und Gebäudesicherheit mit 31 %.