Die Immobiliennews in Kürze Anfang April 2021

5. April 2021

Langsamerer Anstieg der Vergleichsmieten für Wohnungen

Der Anstieg der Wohnungsmieten hat sich auch im Jahr 2020 fortgesetzt, jedoch schwächer als in den Vorjahren. Laut einer Auswertung der Forschungs- und Beratungsgesellschaft F+B stiegen die Mieten um 1,7 % im Durchschnitt. Ausgewertet wurden hierfür 352 Mietspiegel. Im Jahr 2019 wurde ein Anstieg von 1,8 % verzeichnet und in 2018 gab es noch ein Plus von 2,2 %. Es wurden die Nettokaltmieten für 65 Quadratmetergroße Wohnungen in mittlerer Lage und mit mittlerer Ausstattung ausgewertet. Der ermittelte Mietwert in 2020 betrug durchschnittlich 7,11 Euro pro Quadratmeter.

Steigende Kaufpreise in Berlin

Während in Berlin die Angebotsmieten für Bestandsimmobilien im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahreswert im Durchschnitt um 0,31 Euro/qm auf 10,14 Euro pro Quadratmeter gesunken sind, konnte die deutsche Hauptstadt bei den Eigentumswohnungen einen Preisanstieg verzeichnen. Der Preis für eine Berliner Eigentumswohnung liegt erstmalig im Durchschnitt über 5.000 Euro pro Quadratmeter. Im Durchschnitt kostete ein Eigenheim in Berlin 600.000 Euro im Jahr 2020, während in 2018 noch etwas unter 500.000 Euro für den Erwerb ausreichend waren. Somit sind die Häuserpreise in Berlin allein in den letzten zwei Jahren um rund ein Fünftel gestiegen. Die Preisanalyse hat die Investitionsbank Berlin in Auftrag gegeben.

Ungebremster Anstieg der Baugenehmigungen in Baden-Württemberg

Die Nachfrage nach Wohnraum ist trotz der Coronapandemie weiter gestiegen. Während der Anstieg der Baugenehmigungen im Jahr 2020 im Bundesdurchschnitt bei 2,2 % lag, wurden in Baden-Württemberg sogar 5,4 % mehr Wohnimmobilien genehmigt. Für Mehrfamilienhäuser gab es 4,7 % mehr Baugenehmigungen und den höchsten Anstieg verzeichneten Ein- und Zweifamilienhäuser mit einem Plus von 9,3 %. Insgesamt wurden im Jahr 2020 in Baden-Württemberg 43.990 neue Wohneinheiten genehmigt, das entspricht 2.265 Baugenehmigungen mehr als noch im Jahr zuvor.

Bei privat genutzten Wohnimmobilien sieht Interhyp keine Blasengefahr

In den letzten zehn Jahren ist das Volumen einer privaten Baufinanzierung im Durchschnitt von 194.000 auf 330.000 Euro gestiegen. So das Ergebnis einer Analyse des Baufinanzierungsvermittlers Interhyp. Trotzdem sieht der Vermittler keine Gefahr einer Immobilienblase. Im gleichen Zeitraum gab es auch eine überproportionale Erhöhung des Eigenkapitals von 83.000 auf 115.000 Euro. Zudem stieg der Beleihungsauslauf von 78 % auf 82 % und der anfängliche Tilgungssatz stieg von 2,6 % auf 3,3 %. Es gebe viele Kunden, die von einer Sondertilgung gebrauch machen und im Allgemeinen äußerst solide und sicherheitsbewusst finanzieren. Daneben gebe es eine sorgfältige Prüfung der Finanzierungsanfragen vonseiten der Banken. Die Coronapandemie habe somit bislang nicht zu riskanteren Finanzierungen geführt.