Die Immobiliennews in Kürze von Ende März

Wohneigentum wird in den Städten und Umland stärker nachgefragt

Im Stadtkern und den Speckgürteln gibt es eine erhöhte Nachfrage nach Wohneigentum, wie das Immobilienportal ImmoScout24 verzeichnet. Somit habe die Pandemie nicht zu einer Stadtflucht geführt. Währenddessen registrieren Mietwohnungen in ganz Deutschland eine sinkende Nachfrage.

Beliebt sind dabei insbesondere große Wohnungen mit mindestens 100 Quadratmetern. Einen Anstieg der Anfragen gab es dabei vor allem in Berlin (38 %) und Hamburg (36 %). Die Spanne der Nachfrage in den Speckgürteln lag zwischen 14 % Zuwachs in Frankfurt und 70 % Zuwachs in Köln. Mit Ausnahme von München verzeichneten die angrenzenden Gemeinden im Umland einen größeren Anstieg der Nachfrage als die Kernstädte. 

Während Wohneigentum verstärkt nachgefragt wird, gibt es bei Mietwohnungen weniger Interessenten. In den Top-7-Städten Deutschlands gab es 4 % mehr Anfragen für Mietwohnungen, doch deutschlandweit war das Interesse rückläufig (- 6 %). Die Anfragen in den Speckgürteln der deutschen Top-7 sind sogar um 16 % zurückgegangen.

Schleswig-Holstein verzeichnet Höchstwert an Baugenehmigungen seit 1999

In Schleswig-Holstein wurden im Jahr 2020 mit 16.558 Genehmigungen so viele Wohnungen wie zuletzt in 1999 genehmigt. Währenddessen wurden in Hamburg 10.140 Wohnungen weniger genehmigt, was einem Rückgang um 12,8 % entspricht.

Ältere Eigentümer sind seltener bereit zu sanieren

Es gibt bei der energetischen Gebäudesanierung kaum Fortschritte. Unter anderem liege es auch daran, dass ältere Eigentümer oftmals die notwendigen Investitionen scheuen. Aus diesem Grund verlangt die Bundesvereinigung Bauwirtschaft mehr Hilfe vom Staat. 

Die Sanierungsquote liege unverändert bei 1 % pro Jahr. Von den 40 Millionen Wohnungen hierzulande sei es laut Branchenschätzungen notwendig, zwei Drittel zugunsten des Klimaschutzes zu sanieren. Vor allem Selbstnutzer und Kleinvermieter ergreifen hierfür keine Maßnahmen. Ein Hauptgrund sei das Alter, da von diesen Eigentümern knapp die Hälfte älter als 60 Jahre sind. Daher werden verstärkte Anreize zur Förderung des Sanierungswillen gefordert. So solle es für den Austausch von Heizungen oder eine Dachsanierung eine finanzielle Unterstützung geben.

Familien erhalten in Sachsen höheren Förderkredit für den Kauf von Bestandsimmobilien

In Sachsen erhalten Familien zukünftig eine stärkere Unterstützung mit zinsgünstigen Krediten. Mit dem Beschluss der erweiterten Förderrichtlinie Wohneigentum setzt Sachsen auf Nachhaltigkeit und stellt höhere Mittel für den Kauf von Bestandswohnungen zur Verfügung. Aus diesem Grund rief das sächsische Kabinett das Programm namens Jung kauft alt ins Leben.

Wer als Familie in Sachsen nicht neu baut, sondern stattdessen ein älteres Bestandsgebäude kauft und saniert, erhält aus dem Fördertopf Wohneigentum zusätzlich zur bisherigen Grundförderung in Höhe von 50.000 Euro weitere 50.000 Euro Kredit pro Kind. Dadurch sollen kleinere Orte gestärkt werden und Leerstand verhindert werden.  

Sowohl für Alleinerziehende mit einem Netto-Jahreseinkommen von maximal 32.375 Euro als auch für Paare mit einem Netto-Jahreseinkommen von maximal 39.550 Euro steigt die Grundförderung um einen Förderkredit von 30.000 Euro. Außerdem beträgt die Eigenkapitalquote nur noch 15 %, statt wie bisher 20 %. Die Einkommensgrenze erhöht sich für jedes weitere Kind um 8.050 Euro.