Hausbau – die Angst verlieren

8. Juli 2016

Beim Wunsch nach einem Eigenheim stellt sich meist erst einmal die grundsätzliche Frage, ob gekauft oder gebaut werden soll. Viele Interessenten haben Angst vor dem Hausbau, da sie von Bauvorhaben gehört haben, die dann deutlich stärker ins Geld gingen. Dabei ist hier inzwischen eine besonders gute Absicherung möglich. Der Kauf oder der Bau von einem Haus geht inzwischen immer weniger mit einem möglichen Wertverlust einher, das zeigen die Entwicklungen der letzten Jahre. Sowohl die geringen Zinsen als auch die steigenden Preise sorgen für eine gewisse Sicherheit, die immer mehr Menschen darüber nachdenken lässt, selbst zu investieren. Laut einer Umfrage gehen inzwischen nur noch 7% davon aus, dass der Erwerb einer Immobilie zu einem Minusgeschäft werden kann.

Bauen oder Kaufen – was lohnt sich für mich?

Bevor sich auf die Suche nach einem passenden Grundstück oder einer Immobilie gemacht wird, stellt sich erst einmal die Frage, ob der Kauf einer Immobilie oder doch eher der Bau von einem Haus die richtige Lösung für den Interessenten ist. Mit einigen wenigen Fragen lässt sich hier bereits gut eine Richtung bestimmen, in die es gehen kann. Wer darüber nachdenkt, ein Haus zu kaufen oder zu bauen, der sollte sich die folgenden Fragen stellen:
  • Möchte ich mich bei der Architektur und dem Design selbst verwirklichen oder kann ich Abstriche machen?
  • Welche Erwartungen habe ich an die Art des Hauses?
  • Habe ich schon ein Grundstück für einen möglichen Neubau?
  • Habe ich die Möglichkeit, Eigenleistung mit in den Bau einzubringen?
  • Bin ich mir über die Finanzierungsmöglichkeiten und Förderprogramme für den Hausbau bewusst?
  • Wie hoch ist der Betrag, den in investieren kann?
Beim Bau eines Hauses sind die Kosten, die teilweise nicht kalkuliert werden können, nicht zu unterschätzen. Daher ist es wichtig, auf einen gewissen Puffer zurückgreifen zu können, damit beim Bau alle Eventualitäten abgesichert sind. Die Beantwortung der genannten Fragen kann dabei helfen, eine endgültige Entscheidung zu treffen.

Keine Angst vor der Insolvenz von Baufirmen

Ist die Entscheidung für den Bau eines Hauses gefallen, dann bleibt oft immer noch die Unsicherheit, was bei der Insolvenz der Baufirma passiert. Viele erschreckende Geschichten machen die Runde, wo eben diese Insolvenz der Grund dafür war, dass Bauherren ihren Traum vom Eigenheim begraben mussten. Inzwischen hat der BGH die Rechte von Bauherren jedoch in diesem Bereich deutlich gestärkt. So hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass Bauherren der Firma kündigen können, wenn diese Insolvenz angemeldet hat. Zudem ist es möglich, in einem Vertrag einen Schadensersatz im Falle einer Insolvenz zu vereinbaren. Mit diesem Urteil in einem Fall entschied der BGH gegen das bestehende Insolvenzrecht. Dennoch ist zu bedenken, dass es sich hierbei bisher lediglich um ein Urteil handelt, nicht jedoch um eine feste Gesetzgebung. Grundsätzlich zeigt sich aber die Tendenz, dass die Rechte der Bauherren bei einer eintretenden Insolvenz immer mehr gestärkt werden. Fazit: Bis das neue Bauvertragsrecht steht, sollten die Verträge mit einer Baufirma immer ein Sonderkündigungsrecht beinhalten sowie eine Erfüllungssicherheit, die bei 10% der gesamten Vertragssumme liegt. Auch ein Plan für Abschlagszahlungen ohne Vorauszahlungen ist ein wichtiger Aspekt.