Immobilien von Privat – Fluch oder Segen?

1. August 2016

Der Kauf einer Immobilie ist eine große Herausforderung für die Haushaltskasse. Natürlich ist es verständlich, dass sich Käufer hier möglichst viele Kosten sparen möchten. Immobilien von Privat kaufen wird daher gerne in Anspruch genommen. Allerdings sollten die Nachteile für Käufer und Verkäufer nicht unterschätzt werden.

Gibt es Vorteile für Käufer und Verkäufer beim privaten Immobilienkauf?

Immobilien privat zu kaufen oder zu verkaufen mag auf den ersten Blick Vorteile haben. Häufige Argumente sind die Ersparnis der Maklerprovision sowie die flexible Zeiteinteilung. Was auf den ersten Blick ein Vorteil ist, stellt sich aber schnell als Nachteil heraus. Die Ersparnis der Maklerprovision verliert schnell an Wert, wenn Gutachter für die Einschätzung des Preises beauftragt werden müssen. Auch die Flexibilität löst sich für den Verkäufer schnell in Luft auf, wenn die Anfragen und Besichtigungswünsche miteinander kombiniert werden müssen. Immobilien ohne Makler zu kaufen oder verkaufen ist immer eine Gefahrenquelle. Weder Käufer noch Verkäufer haben in der Regel die Kompetenz, eine Immobilie richtig einschätzen zu können. Daher müssen für die Immobilien von Privat dann Fachleute beauftragt werden, die sich das Haus ansehen, dieses überprüfen und eine Einschätzung abgeben. Hier entstehen Kosten, mit denen vorher nicht gerechnet wurde.

Immobilien von Privat – die Nachteile für Käufer und Verkäufer

Häuser kaufen von Privat mag auf den ersten Blick erst einmal angenehm für den Käufer klingen. Neben der Ersparnis einer Maklerprovision hat er auch die Möglichkeit, mit dem Verkäufer direkt zu verhandeln. Aber auch beim Haus kaufen privat stellen die Käufer natürlich Anforderungen an ihr mögliches Eigenheim. Jeder Käufer möchte zu einem fairen Preis eine gute Immobilie erwerben. Ohne fachgerechte Unterstützung kann dies jedoch schnell schief gehen. Besonders groß sind die Nachteile für den Verkauf von Immobilien ohne Makler jedoch für den Verkäufer. Oft wird der zeitliche Aufwand von Anfang an deutlich unterschätzt. Das beginnt bereits mit der Erstellung einer hochwertigen Verkaufsanzeige und geht weiter über die Besichtigungen bis hin zu Verhandlungen. Zudem agieren private Verkäufer stark mit Emotionen. An einem Haus hängen Erinnerungen. Diese Erinnerungen werden nicht selten mit in ein Verkaufsgespräch eingebracht. Das kann sich nachteilig auf den Verkaufserfolg auswirken. Der fehlende Bezug zum aktuellen Immobilienmarkt ist ein weiterer Punkt, der als Nachteil nicht zu unterschätzen ist. Private Verkäufer haben keinen Überblick über das aktuelle Angebot, die herrschenden Preise sowie weitere Faktoren, die sch auf den Wert einer Immobilie auswirken können. Fehlende Rechtssicherheit kann sogar dafür sorgen, dass ein Vertrag möglicherweise gar nicht rechtens ist, wenn er zustande kommt. So weit muss es aber erst einmal kommen. Ein erfolgreicher Hausverkauf geht immer auch mit sehr guten Maßnahmen im Marketing einher. Hier spielt wieder der Faktor Zeit eine Rolle, ebenso wie der Faktor Wissen.

Unterstützung durch einen Makler von Vorteil

Sowohl für den Käufer als auch für den Verkäufer ist es besser, sich Unterstützung durch einen Makler zu holen. Ein guter Makler hat das notwendige Know-how, um eine Immobilie richtig in Szene zu setzen und sie den passenden Käufern anzubieten. Käufer können sich durch einen Makler auch in Bezug auf verschiedene Möglichkeiten für die Finanzierung informieren zu lassen. Zudem haben Makler einen ganz anderen Einblick in den bestehenden Markt. Häufig lassen sich so Immobilien mit speziellen Merkmalen einfacher und auch schneller finden. Der Kauf einer Immobilie von Privat ist zwar nicht unbedingt ein Fluch, kann aber deutlich mehr Zeit und auch Aufwand sowie Kosten mit sich bringen, als es der Kauf oder der Verkauf über einen Makler tut.