In deutschen Großstädten sind die Handwerker knapp

15. Oktober 2020

Wohnungsmängel können jederzeit zuhause auftauchen. Doch wer in einer deutschen Großstadt einen Handwerker benötigt, der muss oftmals mehrere Wochen warten, wie eine Studie herausgefunden hat. Laut der Studie erhält man bei Elektrikern im Durchschnitt am schnellsten einen Termin, während die Wartezeiten für Tischler und Sanitärinstallateure länger sind. Wer jedoch einen Maler benötigt, der muss sich in der Regel am meisten gedulden – manchmal sogar mindestens vier Wochen.

Vom tropfenden Wasserhahn bis hin zu einer nicht funktionierenden Heizung in den Wintermonaten – es gibt viele Gründe, warum ein Handwerker benötigt wird. Vermieter haben die Pflicht, die Mietwohnung in einem ordnungsgemäßen Zustand zu übergeben und diesen Zustand während des Mietverhältnisses beizubehalten. Doch hierzulande ist es in den Top 5 Großstädten im Allgemeinen problematisch, einen Termin zu bekommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Berliner Wohnungsvermittlers “Home”.

Kurzfristige Termine nur bei 2 % der Maler möglich

Aufgrund der Corona-Maßnahmen verzeichnete das Handwerk im April und Mai weniger Aufträge. Doch trotzdem kann sich das Handwerk in München, Berlin, Köln, Frankfurt am Main und Hamburg über volle Auftragsbücher freuen. Bei 24 % der befragten Elektriker war es möglich, noch in derselben Woche einen Termin zu bekommen, während dies bei den Tischlern oder Sanitärinstallateuren lediglich bei jedem zehnten möglich war. Bei den Malern waren lediglich 2 % in der Lage, kurzfristig einen Termin zu vereinbaren, während die Mehrheit der Maler (72 %) erst wieder in vier Wochen oder noch später neue Arbeiten beginnen konnten.

Handwerker in Köln und Hamburg besonders ausgelastet

Am wenigsten angespannt ist die Situation in München, wo es bei jedem fünften Handwerker möglich ist, binnen einer Woche einen Termin zu bekommen. Kurzfristige Termine sind bei 17,5 % der Handwerker in Frankfurt möglich, während es in Berlin mit 7,5 % deutlich weniger sind. Doch am angespanntesten ist die Lage in Köln und Hamburg. In diesen beiden Städten haben nur 2,5 % der Handwerker Zeit, noch für dieselbe Woche einen Termin zu vergeben, während etwa ein Drittel erst nach mindestens vier Wochen zur Verfügung steht.