Kaufpreisbremse in Planung?

Erst in der vergangenen Woche kündigte Thüringen an, ebenfalls das umstrittene Modell der Mietpreisbremse einzuführen. Nun werden Gerüchte laut, dass auch Kaufpreise für Immobilien gedeckelt werden sollen.

Kaufpreisbremse im Gespräch

Die niedrigen Zinsen lösten im vergangenen Jahr einen wahren Immobilien-Kaufrausch aus, der einen starken Anstieg der Kaufpreise in vielen Regionen Deutschlands zur Folge hatte. Zur Deckelung der Mietpreise und dem Schutz der Wohnungssuchenden wurde bereits die Mietpreisbremse eingeführt - Experten diskutieren nun auch darüber, ob eine Art Kaufpreisbremse sinnvoll wäre.

Experten fordern Trennung der Marktwirtschaft und staatlicher Intervention

Für einige Käufer wäre eine Obergrenze für Kaufpreise vielleicht sinnvoll, doch ähnlich wie bei der Mietpreisbremse greift die Bundesregierung in hohem Maße in die wirtschaftlichen Entwicklungen ein. Bislang bestimmten Angebot und Nachfrage den Immobilienmarkt und sorgten so für eine Selbstregulierung. Doch diese freie Marktwirtschaft hat eben auch Nachteile: Finanziell weniger gut aufgestellte Käufer könnten Probleme haben, die passende Immobilie zu finden. Bislang ist unklar, ob es eine Obergrenze für Immobilienpreise geben wird - dennoch fachte die Absenkung des Leitzinses durch die Europäische Zentralbank auf null Prozent diese Diskussion erneut an. Dadurch sind Kredite erneut so günstig wie nie und wecken den Wunsch in vielen Interessenten, die derzeitigen Rahmenbedingungen für den Kauf eines Eigenheims zu nutzen. Dadurch vergrößert sich der Pool an potenziellen Käufern erneut, was die Preise weiterhin steigen lässt.