Nach dem Klimaschutzplan: Die Immobilienwirtschaft sagt dem Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen fürs Erste Adieu

29. August 2017

 

Nach Ansicht der deutschen Immobilienwirtschaftsverbände gebe es zunächst keine Grundlage mehr, um auf vertrauensvolle Weise mit der Regierung im Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen zusammenzuarbeiten.

Was ist passiert?

Der vor Kurzem vom Bundeskabinett beschlossene Klimaschutzplan 2050 ruft Kritik vonseiten der Wohnungsverbände hervor.

Für die Immobilienbranche enthalte der Plan nämlich eine zusätzliche Mehrbelastung: Im letzten Moment wurden die CO2-Einsparvorgaben für den Gebäudesektor verschärft, und zwar von unter 65 % auf ca. 66,5 % bis zum Jahr 2030. Laut den Wohnungsverbänden entspricht dies eine zusätzliche CO2-Einsparung von 8 Millionen Tonnen.

Das Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen besteht aus Vertretern von 20 Verbänden sowie aus Politikern von Bund, Ländern und Kommunen. Das gemeinsame Ziel besteht darin, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, den Neubau zu beschleunigen und die Baukosten zu reduzieren. Nun wird allerdings seitens der Immobilienwirtschaft befürchtet, dass die Verschärfung der energetischen Vorgaben dazu führt, dass der geplante Wohnungsbau durch die Verteuerung ins Stocken gerät. Als Reaktion auf den Klimaschutzplan haben die Immobilienverbände die Mitarbeit an dem Bündnis vorerst auf Eis gelegt.

Wie geht es weiter?

Ob noch ein gemeinsamer Weg gefunden werden kann, um die Ziele des Klimaschutzplans umzusetzen, werde mit den jeweiligen Fachministerien bis Ende Januar geprüft.