Positive Nachrichten – Deutsche Groß- und Landesbanken können ein Soll aufweisen

9. November 2015

Der Baseler Ausschuss der Bankenaufsicht hat vergangene Woche einen neuen Bereich veröffentlicht. Die Fakten, die hier benannt werden, sind interessant. Die 100 größten Banken der Welt sollen keine Eigenkapitallücken mehr haben. Die Finanzkrise zieht auch heute noch ihre Kreise. Das geht ziemlich deutlich aus einem aktuellen Bereich des Basler Ausschusses hervor. Der vergangene Woche veröffentlichte Bericht gibt Aufschluss darüber, wie die Eigenkapitalreformen sich auf die Banken auswirken. So mussten die Banken die Eigenkapitalquoten nachweislich erhöhen. Betroffen sind unter anderem auch deutsche Großbanken, wie die Commerzbank oder die Deutsche Bank. Die Auswirkungen sind in diesem Fall jedoch als positiv anzusehen.

Regulatorische Vorgaben versus Fakten

Die regulatorischen Vorgaben sind klar definiert. Die Kernkapitalquote der Banken muss nachweislich zwischen 7% und 9,5% liegen. Tatsächlich zeigt sich jedoch, dass die Banken im Durchschnitt 11,1% aufweisen können. Damit ergibt sich bei den 100 größten Banken der Welt ein Polster in Höhe von rund 3 Billionen Euro. Insgesamt 29 systemrelevante Banken gehören mit dazu. In Deutschland zählt lediglich die Deutsche Bank zu den systemrelevanten Banken.

Freude bei der Deutschen Bundesbank

Auch die Deutsche Bundesbank legt jedes halbe Jahr eine Analyse über die nachhaltigen Auswirkungen vor, die durch die Eigenkapitalreformen entstehen. Hier wird deutlich, dass in diesem Abschnitt die Auswirkungen durchaus als positiv angesehen werden können. Durch die erhöhten Quoten an Eigenkapital wird auch das Bankensystem wieder deutlich kräftiger.

Was ist die Eigenkapitalreform?

Im September 2010 wurde die Nachricht weltweit veröffentlich, dass es zum Beschluss der Eigenkapitalreform kam. Weltweit wollten die Finanzaufseher dafür sorgen, dass die Eigenkapitalvorschriften klarer definiert werden. Das sogenannte Basel-III-Regelwerk wurde damals nicht von allen Banken und Aufsehern gerne entgegengenommen aber dennoch durchgesetzt. Beim Regelwerk Basel III handelt es sich um eine schriftlich festgehaltene Vorschrift, die durch den Baseler Ausschuss der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich festgehalten wurde. Diese soll der Regulierung von Banken dienen. Auch wenn Basel III bereits im Jahr 2010 feststand, so dauerte es noch bis 2013, bis das Regelwerk vollendet war und damit begann, nach und nach Basel II abzulösen. Die Reform wurde verabschiedet, um sowohl die Eigenkapitalbasis als auch die Liquiditätsvorschriften zu überarbeiten. Grund für die Reform war die Finanzkrise im Jahr 2007. Zur damaligen Zeit wurde deutlich, dass das Bankensystem in Bezug auf das Eigenkapital deutliche Schwächen aufwies. Basel III sollte sich auf das Kernkapitel konzentrieren. Dieses setzt sich aus dem Gesellschaftskapital sowie den Gewinnrücklagen zusammen. Um dieses Kapital stärken zu können, wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen. Geplant war eine deutliche Verbesserung in Bezug auf die Risikoabdeckung. Dafür gibt es nun erhöhte Standards in Bezug auf die Offenlegung sowie die Überprüfungsprozesse der Bankenaufsicht. Zudem wurden Erhöhungen der sogenannten Kapitalanforderungen in Bezug auf die Kredit- und Marktrisiken beschlossen.

Was ist das Ziel von Basel III?

Das Ziel der Reform wurde deutlich formuliert. So geht es darum, das Finanzsystem zu stabilisieren und dafür zu sorgen, dass es nicht zu einer Kreditverknappung kommt. Zudem sollte die Haftung der Steuerzahler und der öffentlichen Hand im Rahmen der Reform deutlich reduziert werden. Die Ergebnisse aus diesem Halbjahr machen deutlich, dass die Reform Erfolge zeigt.