Preise für Eigentumswohnungen steigen

9. November 2015

Während 2013 noch über 230.000 Eigentumswohnungen verkauft wurden, sank die Zahl im vergangenen Jahr um 3,3 % auf 128.602 - doch der Umsatz kletterte auf ein neues Rekordhoch: 24,9 Mrd. Euro. Der Wohnungsprivatisierer Accentro wertete in einer Marktanalyse die Gutachterausschüsse von 39 Wohnungsmärkten großer deutscher Städte aus und kam zu dem Schluss, dass der Umsatz mit Eigentumswohnungen im Jahr 2014 um 3,6% auf 24,9 Mrd. Euro stieg - obwohl deutlich weniger Eigentumswohnungen den Besitzer wechselten. Doch der Preis stieg im Durchschnitt um 7,2 % zum Vorjahr.

Berlin, München, Leipzig, Dresden - ein Vergleich der Eigentumsmärkte

In Berlin wergen Eigentumswohnungen langsam rar - so wurden 2014 nur 19.019 Eigentumswohnungen verkauft - 17,7% weniger im Vorjahresvergleich. Auch der Umsatz sank indes, denn Käufer zahlten hierfür insgesamt nur 3,72 Mrd. Euro. In München sank die Zahl der verkauften Eigentumswohnungen nur um 4,0 % - doch der Umsatz stieg von 2013 zu 2014 um 7,3 % auf 4,05 Mrd. Euro. Im direkten Vergleich kosten Eigentumswohnungen in München derzeit fast doppelt so viel wie in Berlin, denn während Käufer in der Landeshauptstadt knapp 200.000 Euro zahlen müssen, wechselt eine Eigentumswohnung in München für rund 366.000 Euro den Besitzer. Auch in den neuen Bundesländern boomt das Geschäft mit Eigentumswohnungen. Allein in Leipzig zahlten Käufer im vergangenen Jahr insgesamt 716,9 Mio. für den Kauf von 4.250 Wohnungen. Aber auch Dresden schaffte es in die Top Ten: 3.631 Eigentumswohnungen wurden für insgesamt 512,2 Mio. Euro verkauft.

Neu gebaute Eigentumswohnungen immer beliebter

Bei den verkauften Objekten geht der Trend immer mehr zu Neubauten: Fast ein Fünftel der Immobilien waren neu errichtet worden. Experten wie Jacopo Mingazzini, Vorstand von Accentro Real Estate, fordern deshalb Unterstützung durch die Politik, in dem Baugenehmigungsverfahren beschleunigt werden, um für mehr Entspannung auf dem Wohnungsmarkt zu sorgen.