Regierung zögert Entscheidung über Verlängerung des Baukindergeldes hinaus

1. Juli 2020

Die Entscheidung, ob es eine Verlängerung des Baukindergeldes geben wird, soll laut Bundesregierung erst in der nächsten Legislaturperiode gefällt werden. Familien, die bis zum 31. Dezember 2020 einen Kaufvertrag abschliessen oder eine Baugenehmigung erhalten, haben noch die Möglichkeit das Baukindergeld zu beantragen.

Erst nach einer Analyse über die Wirkung des Zuschusses will die Bundesregierung darüber entscheiden, ob das Baukindergeld verlängert werden soll. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) schrieb dazu eine Analyse Ende Mai aus und die Resultate der Untersuchung sollen voraussichtlich im Sommer 2021 vorliegen.

Bislang mehr als 200.000 Anträge auf Baukindergeld gestellt

Zwischen September 2018 und 31. Mai 2020 sind 232.803 Anträge eingegangen, von denen bisher 151.779 Anträge genehmigt wurden. Die bevölkerungsreichsten Bundesländer verzeichneten die höchste Anzahl an Anträgen. 49.746 Anträge wurden in Nordrhein-Westfalen gestellt, 32.561 in Bayern und 31.687 in Baden-Württemberg.

Das Baukindergeld wurde überwiegend für Eigenheime beantragt (Bestand 143.117 Anträge und Neubau 51.656). Für Wohnungen sind rund 36.000 Anträge auf Zuschüsse gestellt worden (Bestand 30.572 und Neubau 5.457).

Von den genehmigten Anträgen entfielen 42 % auf Familien mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von maximal 30.000 Euro und 20 % auf Haushalte mit einem jährlichen Einkommen von maximal 40.000 Euro.