Viele Großstädte verzeichnen Baulandengpässe

25. Februar 2021

In vielen deutschen Großstädten gibt es in Sachen Bauland Engpässe, die abhängig von der Region weiterhin zu einem Preisanstieg bei Wohnimmobilien und Mieten führen werden, vermutet das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Davon könnten die ländlichen Regionen mittelfristig Nutzen ziehen.


Der Bau von Mietwohnungen nimmt zu. Allerdings hat die aktuelle BBSR-Wohnmarktanalyse herausgefunden, dass der Neubau nicht mit der steigenden Nachfrage in vielen Wachstumsstädten Schritt halten kann. Zu den Gründen hierfür gehört auch die mangelnde Verfügbarkeit von Bauland sowie die hohen Preise. Dies gilt vor allem an den Orten, wo es besonders benötigt wird. 


Wenig Bauland oder zu teuer


Binnen zehn Jahren wurde in den Großstädten in Deutschland in Mehrfamilienhäusern mehr Wohnungen gebaut: die Zahl an Wohnungen in den Großstädten hat sich bis 2018 verdreifacht, während sich die Zahl in den Mittelstädten mehr als verdoppelt hat. Dennoch verzeichnen viele Wachstumsstädte und Regionen noch immer einen Mangel sowie angespannte Wohnungsmärkte. Es gibt einen nahezu ungebremsten Anstieg der Immobilienpreise und Angebotsmieten. Als Grund hierfür wird auch aufgeführt, dass in den Städten und deren Umland, wo Zuzüge und Binnenwanderung zu einem starken Anstieg des Bevölkerungswachstums geführt haben, entweder nur noch sehr wenig Bauland erhältlich oder einfach zu teuer ist. Dies ergibt der Wohnungs- und Immobilienmarktbericht 2020, der 186 Seiten umfasst. 


Zwar stieg die Zahl der Zuzüge in ländlichen Regionen zuletzt wieder, dennoch ist der Leerstand auf dem Land weiterhin eine Herausforderung. Laut Schätzungen des BBSR gab es im Jahr 2018 bundesweit insgesamt etwa eineinhalb Millionen Wohnungsleerstände (4,2 % des Wohnungsbestands).